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Montserrat Caballé wird am 12. April 1933 in Barcelona geboren. Mit neun Jahren beginnt sie am dortigen Liceo zu studieren. Ihr Studium
beschließt sie in Mailand.
1956 wird Monserrat Caballé Mitglied der Basler Oper, zunächst nur mit kleinen Rollen, bis sie bei einer Aufführung von Giaccomo
Puccinis "La Bohème" eine erkrankte Kollegin mit außerordentlichem Erfolg vertritt. Während der folgenden drei Jahre erarbeitet
sich die junge Sängerin in beachtlicher Geschwindigkeit das Repertoire ihres Stimmfaches: schon bald beherrscht sie lyrische wie auch dramatische
Partien wie Pamina (Zauberflöte), Tosca, Aida, sowie Arabella, Chrysothemis und selbst Salome von Richard Strauss.
1959 folgt ein Engagement in Bremen, wo sie zum ersten Mal Violetta (La Traviata) und Tatiana (Eugen Onegin) verkörpert, ein Jahr später singt sie
an der Mailänder Scala eines der Blumenmädchen in Wagners Parsifal. Aber trotz etlicher renommierter Gastauftritte in Wien, Lissabon oder Mexiko-City,
will sich ihre Karriere nicht im gewünschten Maße entwickeln. So denkt die Koloratursopranistin schließlich sogar daran, ihren Beruf
aufzugeben.
Da kommt ihr ein Zufall zu Hilfe: am 20. April 1965 springt Monserrat Caballé, praktisch ohne Möglichkeit zum Proben gehabt zu haben, für
Marilyn Horne in einer konzertanten Aufführung von Donizettis Lucrezia Borgia in New York ein - und erlebt einen sensationellen Triumph. Quasi über
Nacht erlangt sie internationales Ansehen und wird eine gefeierte Donizetti-Interpretin, so dass speziell ihretwegen damals kaum gespielte Opern
des italienischen Komponisten wieder aufgeführt werden.
Monserrat Caballés internationale Karriere ist nun unaufhaltsam und gestaltet sich rasant: Sie singt die Elisabetta I in Roberto Devereux, die
Maria Stuarda, die Parisiana und Gemma di Vergy. 1965 debütiert sie beim Glyndebourne Festival mit der Marschallin (Rosenkavalier) und der Contessa
(Le nozze di Figaro) und wird von der Metropolitan Opera als Marguerite (Faust) nach New York eingeladen, sie singt wieder an der Scala (Lucrezia Borgia,
Maria Stuarda, Norma und Amelia in Un ballo in maschera) und ab 1972 auch am Covent Garden (Violetta und die Leonora in Il Trovatore).
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