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Der Mann ist komisch! Braune Hose, grüne Jacke, weiße Kopfbedeckung - die Uniform der Hamburger
Polizei wirkt am schlaksigen Körper von Dirk Bielefeld unweigerlich wie ein Clownskostüm. Mit herabgezogenen Mundwinkeln, leicht gebeugten Knien
und chaotischen Bewegungen gelingt bereits sein erstes Erscheinen als "Herr Holm" auf der Bühne als Lachnummer.
Mal gibt er sich als spießbürgerlicher Ordnungshüter, der ein falsch parkendes Auto lieber abfackelt, als einfach einen Strafzettel
auszustellen. Andererseits scheitert Herr Holm bereits an seinem Schnürsenkel, den er ohne seine Mutter nicht zur Schleife zu binden vermag.
Stauempfehlungen (6 Kilometer, gefühlte Länge 10 Kilometer) statt Warnungen prägen seine Verkehrsfunkdurchsagen. Vor und hinter einem
riesigen Polizeirevier-Tresen treibt Herr Holm seine Kapriolen. Wie ein Zappelphilipp gebärdet er sich beim Riverdance ähnlichen
Ertüchtigungsprogramm in Solidarität mit einer schottischen Partnerwache.
Eine Ziegelsteinattrappe, die Holm als verdeckter Hooligan-Ermittler ins Publikum wirft und postwendend zurückerhält, wertet der Polizist als
Attentat und beschuldigt gleich alle im Saal (Das geschah aus Ihrer Mitte heraus). In Eskalation dieser Gewalt reagiert er mit einer kleinen Bombe, die auf
der Bühne tatsächlich explodiert.
Jeder Mensch ist ein potentielles Verbrechen lautet Holms Polizisten-Credo. Doch dahinter verbirgt sich eher die Meinung, jeder Komödiant sei
eine potentielle Wohltat. Für zehn Jahre "Herr Holm" -Programme wird dem Künstler hiermit gute Führung bescheinigt, jedoch
keine vorzeitige Entlassung in Aussicht gestellt.
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