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Sie sind hier: Künstler/Schlager & Volksmusik/Andreas
Fulterer
Das
Leben hat so viele Geschichten zu bieten. Man braucht nur
einen, der sie aufschreibt oder erzählt. Andreas Fulterer
ist so jemand. Die Fans lieben es an ihm, dass er auf schwülstige
Schlagerklischees verzichtet und statt dessen den Blick
auf die Wirklichkeit wirft, denn auch in der steckt eine
Menge Poesie und außerdem vieles, was erzählt
gehört.
Mit
Joachim Horn-Bernges hat Andreas Fulterer einen kongenialen
Songschreiber gefunden. Die Kompositionen stammen größtenteils
von André Franke. Ein Team, das seit Jahren hervorragend
funktioniert. „Joachim habe ich nur deshalb auf meine
Seite bekommen, weil er gespürt hat, dass ich Musik
aus innerster Überzeugung heraus mache“, erzählt
Andreas, „daher sind wir auch so gut aufeinander eingespielt.
Ich erzähle ihm ein Erlebnis, das mich bewegt und er
macht daraus einen tollen Song.“ Diese Vorgehensweise
hört man den Liedern durchaus an. Jede Zeile klingt
authentisch, das meiste direkt aus dem Leben gegriffen.
„Im
Zug nach Süden“ heißt nun das neue Fulterer-
Album, das zweite bei Ariola/SONY BMG. Ein außergewöhnlicher
Albumtitel ist das: „Im Zug nach Süden“.
Meistens beschreiben die Namen von Schlageralben Gefühlszustände,
sind allgemeine Phrasen oder drücken etwas aus, was
den Charakter des Interpreten oder seiner Lieder widerspiegelt.
Nicht so bei Andreas Fulterer. Er hat sich gegen solche
statischen Formeln entschieden, seine Art sich auszudrücken
ist dynamisch – so wie ein Zug.
Keiner
der dreizehn Titel bleibt demnach auf der Stelle stehen,
alle erzählen Geschichten. Der Titelsong „Im
Zug nach Süden“ ist einer davon. In eben diesem
Zug nach Süden begegnet Andreas Fulterer einer Frau,
die ihn fasziniert und fast dazu bringt, mit ihr, einer
Unbekannten, aufzubrechen und bis zu einem unbestimmten
Ziel weiterzufahren. Ob er diesem Impuls folgt? Wenn ja,
wäre die selbst gewählte Titelzeile „Hey
(komm doch zurück)“ die richtige Antwort darauf.
Schließlich endet nicht jeder Zug am vermuteten Ziel.
Das
ist bei den emotionalen Berg- und Talfahrten nicht anders,
und manchmal ist es gerade darum so schön. „Ich
kann es gar nicht glauben“ erzählt davon, wie
eine erwartete Endstation plötzlich zum Zwischenhalt
wird – die große Liebe kommt zurück, die
Fahrt geht weiter. Da ergibt sich wieder „Eine Chance
für uns“, die die beiden Liebenden genutzt haben.
Darum hat an anderer Stelle auch ein Titel wie „Warum
noch warten“ seine Berechtigung – fahren wir
doch einfach wieder los! Und da jede Reise mit der richtigen
Begleitung doppelt schön und in vielen Fällen
wohl auch zu zweit erst wesentlich wird, ist das Lied für
die Frau des Herzens natürlich unabdingbar –
ob nun auf italienischen Gleisen („Sempre tu“)
oder auf deutschen („Nur du“ – die neue
Single).
Haben
Sie sich die Menschen in Zügen eigentlich schon einmal
ganz genau angeschaut? Hinter jedem Gesicht steckt eine
Geschichte. Es ist unglaublich spannend sie zu ergründen.
Manchmal liest man in den Augen der Menschen etwas von ungeklärten
Beziehungen („Einer von uns beiden“) und sieht
glückliche Gefühle beim Gedanken an die Liebe
(„Du bist Magie“), genauso wie unglückliche
(„Du darfst nicht länger schweigen“) oder
sentimentale („Canzone Blue“). Oder man sieht
im Gesicht einer Frau auch die Züge ihrer Kinder. Geschichten,
in denen Mütter und Kinder eine Rolle spielen, liebt
Andreas Fulterer besonders. Auf dem Album „Herr des
Feuers“ erzählte er beispielsweise die Geschichte
einer kinderlosen Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht
als ein Baby, dem sie insgeheim sogar schon einen Namen
gegeben hat (Mario). Der absolute Lieblingstitel seiner
weiblichen Fans auf dem Album! Weil man das Gefühl
hat, dass hier einer die Geschichten des Alltags und der
Menschen versteht! Und dass er sie dank seiner genialen
Mitautoren so poetisch verarbeitet und erzählt, wie
man es sich selbst niemals ausdrücken könnte.
Auf
dem neuen Album nun kommt eine andere Geschichte zum Zug,
die ebenfalls Gang und Gäbe ist in unserer heutigen
Zeit: die Patchwork- Familie. Eine Frau lebt mit ihren Kindern
allein, weil der Vater nicht mehr da ist. Doch sie verliebt
sich neu und möchte ihren Kindern den neuen Mann an
ihrer Seite vorstellen. Aber sie hat Angst vor der Reaktion.
Und was sagen in diesem Moment die Kinder: „Wenn er
uns nur lieb hat“, dann ist alles okay. Gute vier
Minuten Gänsehaut sind es, die Andreas Fulterer da
erzeugt. Und die kurz vor Ende der Reise „Im Zug nach
Süden“ die wesentlichsten menschlichen Werte
ins Blickfeld rückt – und die unbedingte Ehrlichkeit
der Kinder. Eine Ehrlichkeit, die für uns alle erstrebenswert
sein sollte – nicht nur zu anderen, sondern auch zu
uns selbst! „Der Ring“ war Andreas Fulterers
großer Hit im vergangenen Jahr. Er erzählt die
Geschichte einer Frau, deren Gefühle fast eingefroren
sind und die durch einen Seitensprung wieder die Chance
hat Liebe und Lust zu erfahren. Wäre da nicht „Der
Ring“, an den doch mal ein Versprechen gebunden war.
Die tiefgründige Erfolgssingle erscheint „Im
Zug nach Süden“ neu als Party-Dance-Mix, ein
erfrischender Bonustrack mit Tanzflächen-Garantie!
Denn wenn diese musikalischen Waggons voller Geschichten
und Emotionen schon im Bahnhof ankommen, ist es doch gut,
wenn man was hat, auf das man sich auch nach dem Aussteigen
noch freuen kann.