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Gabriel
Gunter
Gabriel ist Sänger und Songschreiber. Er fühlt
sich der Tradition amerikanischer Singer/Songwriter tief
verbunden. Es ist ihm eine Herzensangelegenheit, mit seiner
Musik nicht nur oberflächlich zu unterhalten, sondern
auch verstanden zu werden. Texte sind ihm genauso wichtig
wie Töne. Deshalb singt er auf Deutsch.
Seine
Texte und Geschichten sind selten "heile Welt".
Er nimmt kein Blatt vor den Mund und schwimmt - wenn nötig
- auch allein gegen den Strom. Deshalb eckt er zuweilen
mächtig an. Gleichwohl oder vielleicht gerade deshalb
gibt es eine Menge Leute, die ihn, den "letzten ernstzunehmenden
Outlaw in Deutschland", verehren und feiern; und es
gibt solche, die ihn ablehnen. Gabriel polarisiert.
Weil
er so recht in keine Schublade passt, bezeichnet sich Gabriel
selbst gern als "Männersänger"; als
einen, der in erster Linie für und über Männer
singt - aber auch für Frauen, die gerade auf diese
Sorte Männer stehen: auf "ganze Kerle" ("Der
30-Tonner-Diesel"), auf Jungs mit dem "Hammer
in der Hand" und auf Typen "im Overall voll Dreck
("Mann hinterm Pflug")".
Seit
Anfang der 70er Jahre feiert der gebürtige Westfale
und rastlose "Wanderer zwischen den Städten"
Erfolge als Sänger und Songschreiber. Zehn Mal war
er allein in den Siebzigern mit Songs wie "Hey Boss,
ich brauch mehr Geld" und "Komm unter meine Decke"
in den Top 50 der deutschen Single-Charts notiert. Darüber
hinaus hat er unzählige Hits für andere Interpreten
geschrieben (z. B. für Juliane Werding "Wenn du
denkst, du denkst...", mit und für Frank Zander
"Ich trink auf dein Wohl, Marie" u.v.m.).
Musikalisch
am deutlichsten beeinflusst von seinem Vorbild und späteren
Freund Johnny Cash, avancierte Gunter Gabriel zum Nummer-1-Country-Star
in Deutschland. Er ist als Live-Entertainer nach wie vor
gefragt und daher ständig auf Achse: 80 bis 100 Konzerte
und Auftritte im Jahr sind bei ihm normal.
Nach
dem viel beachteten Album "Gabriel singt Cash",
das Gabriel im Sommer 2003 kurz vor Johnny Cashs Tod in
dessen Cabin Studios bei Nashville aufnahm, erschienen Ende
2004 eine Werkschau als Box mit fünf CDs und Dokumentation
bei Bear Family Records ("Gabriel 1970 bis 1982 - Freiheit
ist ein Abenteuer") sowie eine ganz besondere Hommage
an ihn: wilde, junge Bands und Punks aus Deutschland haben
50 seiner mal sanften, mal rebellischen Songs neu aufgenommen
und unter dem Titel "Liebe, Autos, Abenteuer"
veröffentlicht. Gunter Gabriel: "Das ist ja wohl
die höchste aller Ehrungen und zählt für
mich mehr als ein Bambi, Echo oder Bundesverdienstkreuz.
Ich bin überwältigt, begeistert, beglückt."
Pressestimmen
"Früher
wurde Gunter Gabriel als Schlagersänger für Fernfahrer
belächelt. Heute ist er auf dem besten Weg zur Kultfigur."
Zitty, 2/2005
"Gunter
Gabriel ist also nicht schlechter als die genannten Leute
(Udo Lindenberg, Konstantin Wecker, Frank Zander, Volker
Lechtenbrink), wohl auch nicht schlankweg besser, eins aber
immer: eigen. Wenn er dereinst in den Himmel kommt, wird
Gott wissen, wen er vor sich hat... Linke Popanalytiker...
sollten ihn nicht belächeln oder verachten, sondern
begreifen, was er sagt..."
FAZ, 24. Dezember 2004
"Gabriel
will gar nicht bequem sein... (Die CD-Box Freiheit ist ein
Abenteuer) ist eine wirklich gute Werkschau eines bodenständigen
Künstlers."
ZDF.de, 21. Dezember 2004
"Der
Tag, an dem Gunter Gabriel freiwillig die Schnauze hält,
kommt nicht so bald. Zwei CD-Editionen (die Retrospektive
Freiheit ist ein Abenteuer und die Tribute-Box Liebe, Autos,
Abenteuer) erinnern nun daran, dass er ja auch Musik macht."
Rolling Stone, Dezember 2004