Die Tochter eines Maschinenbau-Professors studierte
nach einem glänzenden Abitur in Braunschweig
Biologie und Germanistik auf Lehramt und bestand
beide Staatsexamen mit Auszeichnung. Doch nach nur
vier Jahren an einem Wolfsburger Gymnasium hängte
die Studienrätin ihren Beruf an den Nagel.
Weil
sie ihre Leidenschaft für Spielfilme entdeckt
hatte, nebenher Schauspiel-Unterricht nahm und Hörfunk-Beiträge
produzierte, wechselte sie als Garderobiere, Script-Girl
und Regieassistentin bei Film- und Fernsehproduktionen
nach Berlin. Als Redaktionsassistentin betreute
sie beim SFB bald das Frauen- und Familienprogramm.
Bereits 1988 war Nina Ruge als Redakteurin am Aufbau
des Senders "RIAS TV" beteiligt, wo sie das Nachrichtenmagazin
"Abendjournal" und bald auch das "Frühstücksfernsehen"
moderierte. 1989 wurde die Journalistin vom ZDF
entdeckt und stieg als Co-Moderatorin im "heute-journal"
ein, moderierte parallel weiter bei "Rias TV" in Berlin
sowie bei 3sat.
Als sie 1994 die Moderation des Nachrichtenmagazins
"heute Nacht" übernahm, wagte die
Fernsehjournalistin erneut einen risikoreichen
Karrieresprung: Ruge gab die Co-Moderation des "heute-journals"
mit einem sicheren Stammpublikum auf - zu Gunsten
von mehr redaktioneller Gestaltungsfreiheit, aber
auch zu Gunsten von mehr Quotendruck.
Im Januar 1997, drei Monate nachdem das ZDF 500
Sendungen von "heute Nacht" feiern konnte,
wechselte Ruge zum Boulevardmagazin "Leute
heute". Darin sollte laut Chefredakteur Klaus
Bresser die "geschminkte Welt" der Stars
"ganz ungeschminkt" präsentiert werden.
Im April 1999 konnte das Publikum Nina Ruge dann
zum ersten Mal im Kino erleben: in dem Film "Wer
liebt, dem wachsen Flügel".
Im
November 2006 gab sie bekannt, dass sie nach genau
zehn Jahren, am 3. Februar 2007, die Moderation
von "Leute heute" beenden werde, um sich unter anderem
neuen Buchprojekten zuzuwenden