Tim Fischer wurde 1973 in Norddeutschland geboren. Mit 15 Jahren organisierte er seine ersten öffentlichen Auftritte. Im Herbst
1989 stellte er sich in Wilhelmshaven einer größeren Öffentlichkeit vor.
Erste Chanson-Abende
Mit 17 ging Tim Fischer nach Hamburg. Mit dem Chansonabend "Zarah ohne Kleid" feierte er die ersten großen Erfolge.
Im Herbst 1992 zog Tim Fischer nach Berlin. Zwischen 1993 und 1995 entstanden die Programme “Wenn die Liebe ausgeht“ (mit Liedern
und Texten u.a. von Rainer Werner Fassbinder und Peer Raben, Wondratschek, Enzensberger und Friedrich Hebbel), „Weil mir so ist“
und der Chansonabend „Und habt mich gern“, eine unkonventionelle Mischung aus Klassikern und zeitgenössischen Chansons,
außerdem „Duette“, die Tim Fischer auf der Bühne gemeinsam mit Cora Frost präsentierte. 1996 brachte Tim Fischer
erstmals seit 60 Jahren Friedrich Hollaenders kompletten Zyklus „Lieder eines armen Mädchens“ zu Gehör.
Seine Konzertabende füllten inzwischen die großen Schauspielhäuser und die Presse feierte ihn als den deutschen Chansonstar.
Mit 22 Jahren erhielt Tim Fischer als jüngster Chansonnier den Deutschen Kleinkunstpreis. Weitere Auszeichnungen und Preise sollten
folgen.
Gastspiele im Ausland
Es folgten mehrere erfolgreiche Gastspiele im Ausland: Auf Einladung des Goethe-Instituts 1996 eine Nahost-Tournee mit Konzerten in
Damaskus/Syrien, Kairo/Ägypten und Khartoum/Sudan, 1997 eine Frankreich-Tournee mit Auftritten in Paris, Montpellier, Toulouse
und Bordeaux. 1999 folgte Tim Fischer einer Einladung des Herbst Theatres in San Francisco und gab dort und zusätzlich in Josie’s
Cabaret zwölf ausverkaufte Konzerte mit einem eigens für die Amerikaner zusammengestellten, hauptsächlich englischsprachigem
Programm, unter anderem mit Titeln von Friedrich Hollaender, Brecht/Weill und Georg Kreisler.
Die Programme der letzten Jahre
Mit „Walzerdelirium“ – einem Abend im ¾-Takt mit Titeln vom Chanson, über Rock und Pop bis zum kabarettistischen Lied
(Premiere im Dezember 2000) und „Tim Fischer singt Kreisler“ (Premiere September 2001) riefen zwei weitere überaus erfolgreiche Programme bei Publikum und Presse Begeisterungsstßrme hervor.
In seinem Programm "Yesterday once more", das Tim Fischer im Dezember 2003 bei der Premiere in Berlin vorstellte, erinnern er
und seine inzwischen 6-köpfige Band an Lieblingslieder und das Beste aus dreizehn Tourneejahren und interpretieren Songs aus den
70er und 80er Jahren neu. Im September 2005 hatte Tim Fischers Programm „Regen“ in Berlin Premiere. Seit April 2008 bringt
Tim Fischer die Neufassung des Programms „Zarah ohne Kleid“ auf die Bühne, seit Januar 2009 präsentiert er das Programm
„Tim Fischer singt Georg Kreislers Gnadenlose Abrechnung‘“, das Georg Kreisler eigens für ihn zusammengestellt hat.
Theater, Varieté, Film
Tim Fischer nahm immer wieder die Gelegenheit wahr, auch sein schauspielerisches Talent unter Beweis zu stellen. Auf der Bühne war
er 1997/98 in dem Kabarett-Programm „Nichts ist unmüglich" und 1999 neben Alfred Biolek in der Revue "Ein Jahrhundert an
der Bar" zu sehen. Er trat in Udo Lindenbergs Show „Atlantic Affairs“ auf, die ab Februar 2003 auf verschiedenen großen
Bühnen gastierte. Im Dezember 2002 fand am Berliner Ensemble die Premiere von Georg Kreislers Musical "Adam Schaf hat Angst"
statt. Für dieses Musical, das über ein Jahr mit großem Erfolg im BE aufgeführt wurde, überließ Georg
Kreisler Tim Fischer das Uraufführungsrecht. Das Stück kam im Oktober 2006 erneut zur Aufführung, neu inszeniert und
unter der Regie von Georg Kreisler selbst. Für seine außergewöhnliche Leistung als Darsteller in dem Stück wurde
Tim Fischer mit dem Rolf-Mares-Preis 2007 der Hamburger Theater ausgezeichnet. Nach einem dreiwöchigen Gastauftritt in „Roncallis
Sommernachtstraum“ im Deutschen Schauspielhaus Hamburg verwirklichte er 2004 seinen Wunsch, ein eigenes Varieté-Programm zusammen mit
anderen Künstlern zu gestalten. So entstand unter seiner Federführung die Show „Ich hab ins Paradies gesehen“, die
über zwei Monate mit großem Erfolg im Düsseldorfer Apollo-Varieté präsentiert wurde.
Es folgte 2007 die Show „Taboo
– Im Rausch der Nacht“.
2002 spielte Tim Fischer unter der Regie von Werner Schroeter in dem Film "Deux" an der Seite von Isabelle Huppert die Rolle
der Josephine Baker. Es folgten Rollen in Leander Haussmanns zweifach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Film "Herr
Lehmann" (2003), in dem Münster-Tatort „Der doppelte Lott“, in dem Tim Fischer an der Seite von Axel Prahl und
Jan-Josef Liefers spielte, und in Dani Levys Film „Mein Führer“ (2006.)
Songs against Aids
–
Tim Fischers Projekt für Aidskranke in Afrika
Seit 1999 engagiert sich Tim Fischer für Aidskranke im südlichen Afrika, wo er sich bei einem Besuch vor Ort im Februar 2000
über die Situation informierte. Im Oktober desselben Jahres und im Dezember 2003 organisierte er zwei Benefiz-Abende, die mit
Künstlerkollegen wie u.a. Udo Lindenberg, Alfred Biolek, Till Brönner, Dominique Horwitz, Max Raabe, Marianne Rosenberg und
mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit prominent besetzt waren. Insgesamt konnte Tim Fischer einschließlich
der Spendenerlöse bei seinen Konzerten bisher über 300.000 Euro sammeln. Mit dem Geld wird das Island Hospice in Zimbabwe
unterstützt.
CDs
Wenn die Liebe ausgeht (1993), Und habt mich gern (1994), Duette (1995), Na so was (1995), Chansons (1995),
Tim Fischer live / Lieder eines armen Mädchens (1996), Aus blauem Glase (1997), Nichts ist unmöglich (1998,
(mit Herrchens Frauchen und Rolf Claussen), Live auf der Reeperbahn (1998), Songs against Aids (1999),
,Baby Boy (1999), Romeo´s Seance (2000), Walzerdelirium (2001), Tim Fischer singt Kreisler (2004), Regen (2006),
Adam Schaf hat Angst (2007), Zarah ohne Kleid (2008), Tim Fischer singt Georg ‘Kreislers Gnadenlose Abrechnung‘ VÖ.(September 2009)
DVD
Zarah ohne Kleid (2008)
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Tim Fischer's Homepage:
www.timfischer.de