Wenn
dein Kopf von den Nachwehen vom Vorglühen mal
wieder explodieren will, wenn der Himmel voller
Wolken hängt und deine Süße dich
auch noch aussperrt – dann wird’s Zeit
für Maggers United. Denn die Jungs aus Hamburg
haben für solche Fälle eine Hausapotheke
dabei, in der sich für fast alles eine Medizin
findet: Spaß mit Humor, hinreißend mitreißenden
Schnodder-Rock und für jede Gelegenheit den
passenden Sinnspruch. Ihre Hits heißen
Leck mich wie der Sommer, Hamburg Ciddy, Alleine,
Keine Schande und Aufgestanden,
und damit haben sie sich in der Hansestadt zur besten
Live-Band des Planeten gespielt, soviel ist mal
sicher.
Maggers
United. Ihr habt sie mit Sicherheit schon mal live
gesehen, denn als Stamm-Support für Lotto King
Karl haben sie die Hamburger Szene gründlich
aufgemischt und ihre Duftmarke in den größten
hanseatischen Hallen hinterlassen: Ein paar Mal
schon vor 15.000 Leuten in der ausverkauften Colorline-Arena,
mehrfach open-air im komplett ausverkauften Stadtpark
und neulich auf dem großen HSV-Abschlussfest
im Vereinsstadion, vor ca. 10.000 Leuten. Und diesmal
ohne Lotto, der nach wie vor selbst ein großer
Fan der Maggers ist und sich auch schon mal in die
Traversen hängt, um eine gute Sicht auf die
Jungs zu haben. Denn ein Maggers-Konzert ist ein
Ereignis, das höchstens noch von spontanem
Sex getoppt wird.
Wenn
Maggers United alleine auf die Bühne gehen,
dann dauert es gut und gern zwei Stunden, bevor
sie wieder runterkommen, und in der Zwischenzeit
geht die Post ab. „Unsere Auftritte sind nie
durchgeplant”, erklärt Justin Time. „Wir
wollen vor allem Spaß haben und zwar mit dem
Publikum. Und irgendetwas komisches passiert immer,
das wird einfach nie langweilig.” Eine Setliste
mit 28 Songs ist bei den Maggers nichts ungewöhnliches,
und außer ihren eigenen Hormonbomben lassen
sie auch mal die Titelmelodie von Spongebob oder
den Hamburger Gassenhauer „Der Junge mit dem
Tüdelband” (klau’n, klau’n
Äppel woll’n wir klau’n, ruckzuck
über’n Zaun) fallen. Die Fans lieben
das, singen alle Texte mit und heulen, wenn der
Gig zu Ende ist. Mittlerweile ist der feste Fankreis
um die 1000 Mini-Maggers stark, und wer auf die
Fansite www.maggers-fanpage.de geht und einen Blick
ins Forum wirft, der wird vor allem Frauennamen
finden, denn Maggers haben nun mal den Hau bei den
Mädels, die den rauen Humor der Jungs ganz
großartig finden. Ohne die Fans, das wissen
die Maggers natürlich, wäre alles nicht
so gekommen, wie es jetzt ist.
Die
Maggers kommen aus dem wahren Hamburg: Barmbek und
Eimsbüttel, und ihre Geschichte beginnt im
Sommer 2003. Damals legten sie im Übungsraum
einfach mal so aus Spaß saloppe deutsche Texte
auf knackige Abgeh-Riffs. Leck mich wie der Sommer
entsteht so spontan gleich beim ersten Mal. Zwei
weitere Songs werden innerhalb von wenigen Tagen
hinterhergeschoben und gehen locker von der Hand.
Aus den Songs wird ein Demo, und das verteilen sie
erstmal in ihre diversen Stammkneipen auf und um
den Kiez, aus denen nun in Dauerrotation Leck mich
wie der Sommer schallt. Den ersten Gig gibts dann
in der Hamburger Markthalle, auf einem Wettbewerb
vor 1000 Leuten, die von der schnodderigen Hamburg
Ciddy-Band noch nie was gehört haben, aber
sofort feucht vor Glück werden. 2004 haben
die Maggers einen Deal mit Rodeostar im Kasten und
spielen bald ihre ersten Gigs mit Lotto. Und auch
hier funzt es im Publikum: Die Songs gehen ab wie
Zäpfchen, die Fans hüpfen auf und nieder
und jeder will immer mehr Maggers haben. Der Rest
ist Geschichte: Die Hallen mit Lotto werden immer
größer, und zunehmend sind auch die Sologigs,
die die Maggers in den einschlägigen Hamburger
Clubs spielen, voll und ausverkauft.
„Nur
Siege – keine Niederlagen“ heißt
ihr erstes Voll-Lang-Album, das 2006 nach der EP
Leck mich wie der Sommer und der Single Hamburg
Ciddy bei Rodeostar erscheint und so kurzweilig
ist wie eine Achterbahnfahrt. Es ist mit 15 Songs
fast zu kurz und hat alles, was ein Maggers-Album
braucht: Ein paar Abgeh-Songs wie Egal mit der Milch,
Selbergemacht, Ich könnt schon wieder und natürlich
Leck mich und Hamburg Ciddy. Aber auch ein paar
Balladen, „und die kommen von hier!“
sagt Sänger Piet Mosh und zeigt auf sein großes
Herz.
In
ihren Texten geht es meist zur Sache, etwa „Muss
ich Deine Mudder fragen, wenn ich mit Dir schlafen
will? Nimmst Du überhaupt die Pille?“
(Selbergemacht), oder „Ich könnt schon
wieder, doch ich mag nur nicht fragen / Ja, ohne
das verdammte F-Wort zu sagen“ (Könnt
schon wieder), oder: „Keine Ahnung was geschah.../deine
Mudder, glaub ich, hatte blondes Haar / Dein Vadder
hatte eine Tätowierung auf seiner Faust...
(Aufgestanden). „Eben so das tägliche
Leben,“ lacht Piet verschmitzt. Aber alles
geschieht mit einem Augenzwinkern und kommt unverkennbar
selbstironisch und mit Spaß an der Sache rüber.
Und wenn sich mal jemand auf den Schwanz getreten
fühlt, ist das halb so schlimm. „Meistens
sind das nachher die größten Fans“,
erklärt Piet. „Außerdem benutzen
wir nie schlimme Worte. Und die Zeile aus Ich könnt
schon wieder hat mal ne Frau zu mir gesagt,“
ergänzt er.
Einmal
im Jahr organisieren die Maggers ein Fan-Konzert
in einer kleinen Kneipe in Wandsbek. Draußen
wird gegrillt, drinnen gibt’s Fußball
und danach ein paar Stunden Maggers live. In den
letzten zwei Jahren waren die Karten schon lange
vorher ausverkauft und der Laden war brechend voll,
denn von Jahr zu Jahr werden die Maggers-Fans mehr.
„Der Maggers Fan-Club ist fast schon eine
Kontaktbörse geworden,“ erzählt
Justin Time. „Wieviele Leute sich da schon
kennengelernt haben. Liebespaare, aber auch Freunde,
die sich sonst nie getroffen hätten. Maggers
verbinden!“
Eher
zurückhaltend sprechen die Maggers über
ihren Einsatz für den kleinen Nico. Den an
Cerebralparese erkrankten kleinen Jungen unterstützen
sie von Anfang an und haben ihm schon therapeutische
Reisen ermöglicht, zum Beispiel nach Miami,
wo er an der so wichtigen „Delfintherapie“
teilnehmen konnte. Aber das ist für die Maggers
eine Selbstverständlichkeit. „Viele Promis
rennen rum und brüsten sich mit ihrem Engagement,
das müssen wir nicht haben. Uns geht es darum,
Nico ein Leben zu ermöglichen.“ Wer trotzdem
helfen will: www.nico-delfintherapie.de.
Seit
Anfang 2007 sind die Maggers wieder am basteln und
stecken mitten in der Vorproduktion für ein
neues Album. 18 Songs sind schon fertig, aber immer
noch sprudeln die Ideen. Schaden kann’s nicht,
man will ja aussuchen können. Und für
Frauen, Spaß und Songs gilt bei den Maggers:
Lieber zuviel als zu wenig!
Bis
zum neuen Album sind es also noch ein paar kleine
Monate, aber es gibt Trost! Zur neuen Bundeswehr-Komödie
von Regisseur Granz Henman, „Kein Bund fürs
Leben“, haben die Maggers höchstselbst
den Titelsong eingespielt: Hurra Hurra die Stube
brennt, ein Remake des Extrabreit-Hits mit neuem
Text, den die Jungs natürlich selbst geschrieben
haben.
Und
im kommenden Jahr wird man sehen, dass der Maggers-Humor
nicht nur den Norden aufheizt, sondern auch in Restdeutschland
für Party, Fun und Rock’n’Roll
sorgt.
Discografie :
2005 „Leck mich wie der Sommer“ –
EP
2005 „Hamburg Ciddy“ - Single
2006 „Nur Siege – Keine Niederlagen“
– Album
2007 „Hurra Hurra, die Stube brennt“
– Single